Bestattungsarten – Unterschiedliche Wege: Erde, Feuer, See.

“Der Tod lächelt uns an, und das einzige was wir machen können, ist zurück lächeln.”

– MARK AUREL

Bestattungsarten

Im Grunde gibt es drei grundsätzliche Arten der Bestattung - die Erdbestattung, die Feuerbestattung sowie die Kompostierung, auch Reerdigung genannt. Bei der Urnenbestattung gibt es mehrere Möglichkeiten und Orte für die Beisetzung. Zum Beispiel den Friedhof, den Ruheforst, eine Blumenwiese oder auch das Meer für eine Seebestattung. Die Erdbestattung ist nur auf offiziellen Friedhöfen möglich.

Erdbestattung

Bei der Erdbestattung wird der verstorbene Mensch in einem Sarg auf einem Friedhof beigesetzt. Hier kann ein individueller Grabstein ausgesucht werden. Die verschiedenen Grabstätten unterscheiden sich je nach Friedhof in ihrem Preis und im Pflegeaufwand, der für die Hinterbliebenen des Verstorbenen entsteht. Ein einzelnes Erdgrab muss zum Beispiel bepflanzt werden. Dies können die Angehörigen selbst übernehmen oder die Grabgestaltung und Pflege einem Gärtner oder einer Gärtnerin übertragen.


Feuerbestattung

Die Feuerbestattung ist die häufigste und kostengünstigste Form der Bestattung in Deutschland. Hier wird der Körper der verstorbenen Person in einem Krematorium kremiert (verbrannt). Die Asche wird in eine Urne überführt und kann in einem Urnengrab auf einem Friedhof begesetzt werden. Bei Urnengräbern unterscheidet man zwischen verschiedenen Formen: Es gibt Einzelgräber, die in der Regel mit einem Gedenkstein oder einer Gedenktafel versehen sind, auf dem der Name des Verstorbenen steht. Ebenso ist die Beisetzung in anonymen Urnengräbern möglich, bei denen es am Urnengrab keinen Hinweis auf den verstorbenen Menschen gibt. 

Aber es bieten sich noch weitere Möglichkeiten - wie beispielsweise auf einem Friedwald, einer Blumenwiese oder dem offenen Meer. Aus der Asche der verstorbenen Person können auch Edelsteine gefertigt werden.


Baumbestattung / Friedwald*

Bei der Baumbestattung wird die biologisch abbaubare Urne unter einem Baum in einem dafür vorgesehenen Wald, dem sogenannten Friedwald oder Ruheforst, beigesetzt. Einen Grabstein oder Grabschmuck gibt es hier nicht, jedoch kann am Baum ein kleines Schild mit dem Namen der verstorbenen Person befestigt werden. Die Grabpflege wird hier in erster Linie von der Natur selbst übernommen.
* immer in Kombination mit Kremierung


Kompostierung/ Reerdigung

Die Kompostierung oder Reerdigung ist ein Prozess, bei dem der verstorbene Körper auf Heu und Blumen in einem abgeschlossenen Kokon gebettet und innerhalb von 40 Tagen in Erde umgewandelt wird. Diese Erde wird dann auf einem Friedhof beigesetzt. In Berlin und Brandenburg ist der Prozess gesetzlich noch nicht zugelassen.


Weitere Bestattungsarten

Seebestattung*

Hierbei wird die Asche in einer Urne ins Meer gelassen. Diese Urne ist wasserlöslich und ökologisch komplett abbaubar.

Im Anschluss an eine Feuerbestattung kann die Asche also in einer Seeurne in der Nord- oder Ostsee bestattet werden. Zu- und Angehörige können auf dieser letzten Seefahrt mit an Bord sein.
* immer in Kombination mit Kremierung


Aschestreuwiese*

Für manche Menschen ist die Vorstellung, dass ihre Asche in der freien Natur verstreut wird, schön. Dies ist in Brandenburg und anderen Bundesländern möglich. Um Angehörigen und Menschen mit dem Wunsch einer Verstreuung ihrer Asche die Möglichkeit zu bieten, auf die gewünschte Art bestattet zu werden, bieten einige Friedhöfe Aschestreuwiesen an. Aschestreuwiesen sind separate Rasenflächen auf einem Friedhofsgelände, welche der Verstreuung der Totenasche dienen. 
* immer in Kombination mit Kremierung


Diamantbestattung*

Bei der Diamantbestattung wird ein echter Diamant aus der Asche der verstorbenen Person hergestellt. Nach der Kremierung wird ein Teil der Asche entnommen und der in der Asche enthaltene Kohlenstoff extrahiert. Anschließend wird unter hohem Druck und bei hohen Temperaturen ein Diamant aus dem Kohlenstoff hergestellt.

Dabei sind unterschiedliche Größen und Reinheitsgrade/Karatzahlen möglich. Die restliche Asche muss gesetzmässig bestattet werden, der entstandene Schmuckstein muss nicht beigesetzt werden.
* immer in Kombination mit Kremierung


Sarg und Urne

Für die Erd- und Feuerbestattung werden unterschiedliche Arten von Särgen verwendet. Für die Erdbestattung sind die Särge stabiler.

Die Innenseite und der Boden des Sarges werden mit natürlichen und ökologisch abbaubaren Materialien ausgekleidet. Verwendet werden Papier, Stoff und Folien, die leicht vergänglich sind. 

Wir stellen zwei Arten von Särgen zur Verfügung: einen Kremierungssarg und einen für die Erdbestattung. Der Sarg für die Erdbestattung ist ein Kiefernsarg aus regionalem und geöltem Echtholz, der optimal biologisch abbaubar ist. Er hat keine Plastikanteile. Die Griffe sind aus Holz.

Außerdem stellen wir einen Sarg für Feuerbestattung oder Kremierung. Dieser ist aus Kiefer, auch aus regionalem Holz, natürlich oder sanddornfarben geölt. Die Griffe sind aus Seil und die Schrauben aus Holz.

Alle Särge sind auch in Übergrößen verfügbar. Selbstverständlich bestellen wir auch sehr gerne den Sarg Ihrer Wahl, wenn besondere Wünsche bestehen!

Beispiele unserer Särge

Erdsarg

Sarg für Kremierung


Wir haben eine große Auswahl sehr schöner und biologisch abbaubarer Schmuck Urnen. Diese können aus Holz oder Ton sein, aber auch Textil oder Wolle ist möglich. Sie können sich auch dafür entscheiden, keine Schmuckurne zu nutzen, da die Asche bereits in einer Aschekapsel (Form einer Urne) aus dem Krematorium kommt. 

Gerne kann auch eine Urne selbst gestalten oder herstellen werden. Das besprechen wir gemeinsam.

Alle Produkte haben einen hohen Nachhaltigkeitsanspruch.

Beispiele unserer Urnen

biologisch abbaubare Urne

Holzurne

Keramik Urne

Papierurne

Papierurne

„Aus meinem verwesenden Körper sollen Blumen wachsen und ich bin in ihnen und das ist Ewigkeit.“

– EDVARD MUNCH

Sargwäsche

Als Sargwäsche kann alles genutzt werden, was die verstorbene Person gerne getragen hat! Wenn Sie uns die Kleidung mitgeben, ziehen wir das dem Menschen gerne an. Die Versorgung ist auch gemeinsam mögöich. Wenn die Kleidung im wesentlichen aus Baumwolle, Viscose oder anderen abbaubaren Materialien bestehen, ist das schön. Es kann auch eine eigene Lieblingsdecke und ein Kopfkissen mitgegeben werden.